Die Bärenquell Brauerei war einst zuständig für die Bierversorgung der DDR. Also kann man sie wohl getrost als die Fabrik bezeichnen, die den Staat am Leben hielt. Was wäre denn aus Westdeutschland ohne Jever, Flensburger und Co. geworden? Meine These: Die DDR scheiterte aufgrund der niedrigen Brauereiendichte, beziehungsweise an der schlechten Bierversorgung.

Alte Gemäuer mit feinem Inhalt

Fest steht auf jeden Fall, dass hier seit 1994 kein Lebenselixier mehr gebaut wird und die Mauern einsam herumstehen. Einsam? Wohl eher nicht. Beim Ausflug auf das Gelände waren auch wir nicht die Einzigen, die das alte Gemäuer erkunden wollten. Es lohnt sich auch wahrhaftig. Auf dem riesigen Areal sind mehreren Bauwerke zu finden und man kann sogar auf den höchsten Turm hinaufklettern. Klettern ist wohl übertrieben. Die Treppen sind noch sehr gut in Takt. Aber dafür wird man von oben mit einer super Aussicht über die ganze Bärenquell Brauerei und Teile Berlins belohnt und man kann ausgezeichnet den Tag bei Sonnenuntergang und mit einem Bier! ausklingen lassen.

Bunte Wände mit feiner Streetart – oder doch Bierart?

Durch die Abgeschiedenheit und einiges an freier Fläche konnten einige freie Geister nicht davon ablassen die Leerflächen zu verschönern. Natürlich zur Freude aller Besucher – beziehungsweise die Besucher kommen auch  wegen der Kunst.