Zufaellig bin ich im Netz auf Bilder von den Azoren gestolpert und schon war der Entschluss gefasst: Der nächste Urlaub wird genau dort verbracht. Gesagt getan und los gings. Hierzu muss gesagt werden, dass ich von den Azoren bisher nur die Hauptinsel São Miguel erkunden konnte. Dementsprechend beziehen sich alle Punkte und Bilder nur darauf. Ich kann es aber kaum erwarten die anderen Inseln zu besuchen.

1. Landschaft

Unglaublich. Die Azoren haben  einiges an traumhaften Landschaften zu bieten. Allem vorweg müssen natürlich die Vulkane, beziehungsweise deren Krater, genannt werden.  Die Blicke vom Kraterrand können einem den Atem rauben. Insbesondere im Zusammenspiel mit Nebel, Wolken und anderen Wetterphänomenen können wundersame Bilder entstehen. Darüber hinaus ist das Meer natürlich auch nie weit entfernt. Raue Küste, weite Strände, kleine Buchten und Surfstrände reihen sich aneinander. Die schroffen Vulkanhügel bieten auf den Azoren aber auch dem Wasser viele Möglichkeiten ins Tal zu fließen.  Auf diese Weise entstehen unzählige Wasserfälle und natürlich füllen sich die Krater auch mit Wasser zu schönen Seen.

2. Sport

Die große Vielfalt in der  Natur bietet natürlich auch viele Möglichkeiten, was diverse Sportarten angeht. Klassisch sind Wandern und Mountainbiking. Highlights für mich waren auf jeden Fall Klettern und Canyoning. Canyoning? Genau! Hierbei klettert und rutscht man einem Bach folgend den Berg hinab. Am meisten Spaß macht dabei das herunterspringen von Wasserfällen und Nutzen von natürlichen Rutschen. Weitere mögliche Sportarten auf den Azoren sind Tauchen, Surfen, und ich glaube sogar golfen.

3. Essen bzw. Fisch

Tja, was soll man sagen? Fisch! Fisch! Fisch! Die meiste Zeit habe ich mich selbst versorgt und in meinem Gästehaus gekocht. Meist ging das auch ganz fix. Einfach einen frischen Fisch vom Markt oder Supermarkt  holen, den man dann abends schön in die Pfanne hauen kann. Einfach etwas frisches Gemüse dazu und fertig ist ein Festmahl. Insbesondere zu Deutschland und Berlin ist das Preisniveau für Fisch auch extrem niedrig. Am letzten Tag wollte ich mir mal was gönnen und hab mir auf dem Markt ein Tunfischsteak geholt. Als der Azorenfischer die dicke Scheibe abschnitt musste ich kurz schlucken:  521g. Hier zahlt man da gerne mal 20-30€ dafür. Dort habe ich lächerliche 4 € gezahlt. Super!

4. Wale & Delfine

Diese Meerestiere sind auch rund um San Miguel und den anderen Inseln zu finden, kommen aber natürlich nicht in die Pfanne. Ursprünglich wollte ich keine Whale- oder Dolphin-Watching-Tour machen, wurde dann aber spontan durch eine Britische Familie umgestimmt.  Darüber war ich im Nachhinein auch sehr froh. Wie häufig bekommt man nun mal die Möglichkeit mit Delphinen in freier Wildbahn zu schwimmen? Wale waren in den Wochen leider keine zu Gesicht zu bekommen.

5. Wetter

Als ich die Azoren im November besuchte, kann man das Wetter mit einem Wort beschreiben: Wechselhaft. Aber ich muss sagen, dass genau daraus der Reiz bestand. Ich bin mir sicher, dass bei andauerndem Sonnenschein die Landschaft ganz anders und nicht so besonders gewirkt hätte. Es ist nämlich genau dieser Moment, wenn der Nebel vom Winde verweht wird und der Blick über den gesamten Vulkankrater freigegeben wird, der diese Inseln besonders macht.

6. Thermale Quellen

Entspannen auf den Azoren? Auf jeden Fall. Vulkaninseln, wie auch San Miguel, haben den großen Vorteil von thermalen Quellen gespeist zu werden. Einfach reinsetzen und sich langsam mit Vulkanhitze durchwärmen lassen.  Highlight war sicherlich die Quelle am Ponta Ferraria. Dort mündet das heiße Wasser direkt ins Meer. Man muss lediglich etwas auf Wellengang und Tidenhub achten, sodass der Meerwasseranteil nicht so groß wird.

7. Nochmals Landschaft

Was soll ich dazu noch sagen Eindeutig der Hauptgrund, die Azoren zu besuchen.