Zu Hochzeiten sind auf der Death Road 200-300 Menschen monatlich gestorben. Mittlerweile wird die Straße jedoch hauptsächlich als Touristenatraktion genutzt, auch wenn der Verkehr durch andauernde Probleme und Reparaturen auf der neuen Straße wieder ansteigt. Da konnte ich es mir nicht nehmen lassen mir das mal selbst vom Fahrrad aus anzugucken. Glücklicherweise hat der Guide erst nach dem Start erzählt, dass schon 21 Biker bei dem Ausflug gestorben sind.

Viel Geschwindigkeit im ersten Teilstück

Der Tag beginnt mit der Fahrt auf schlappe 4700 m. Da La Paz ja selbst auf 3600 m liegt, dauert das gerade einmal eine Stunde. Dort werden dann die Bikes verteilt und uns wurden die Instruktionen für den ersten Teil gegeben. Zunächst lagen nämlich 32 km auf einer Asphaltstraße vor uns. Nach dem obligatorischen Gruppenphoto ging es dann endlich los. Die Jungs von Barracuda haben zum Glück nicht so auf die Bremse gedrückt, sodass die Abfahrt schon ganz gut abging. Leider war kein Tacho am Fahrrad, die Höchstgeschwindigkeit wäre interessant gewesen. Dennoch konnte jeder sein eigenes Tempo fahren, da wir uns in regelmäßigen Abständen mit allen wieder gesammelt haben…für mehr Photos.

Die eigentliche Death Road

Vor der eigentlichen Todesstraße musste noch ein 8 km Anstieg überwunden werden. Doch da würde natürlich mitgedacht, sodass wir diesen ohne ins Schwitzen zu kommen und mit einem kleinen Snack im Bus zurückgelegt haben. Jetzt waren wir am Ziel unserer Träume, oder eher Alpträume? Es wurde ernst. Schotterpiste Fahren ist natürlich schon etwas anderes als Alsphalt, macht abwärts aber verdammt viel Spaß. So bin ich dann die Death Road herabgedüst, immer dem Guide hinterher entlang an klaffenden Abgründen bis zu 400 m. Meist war ich aber so auf die Straße fokussiert, dass ich meine Umgebung nicht so richtig wahrgenommen. Mulmig wird einem lediglich, wenn man an den vielen Kreuzen vorbeifährt. Auch Wasserfälle müssen unter- und kleine Flüsse überquert werden. Wirklich ein Mordsspaß (auch wenn MORDsspaß vielleicht nicht der optimale Begriff ist).

Death Road überlebt

Unten angekommen wartete das verdiente Bad im Dschungelfluss auf uns. Mittlerweile waren wir ja immerhin auf 1100 m in den Tropen angekommen. Nach La Paz und den anderen Gebirgsstädten war das eine angenehme Klimaveränderung. Das Highlight beim Pastaessen waren die vom Guide gemachten Bilder und Videos. Der Tag ging so auf jeden Fall wie im Flug vorbei. Angeblich sind wir über 4 Stunden gefahren, es kam uns aber um einiges kürzer vor. Auf dem Rückweg – natürlich mit dem Bus über die Death Road – bemerkten wir erst durch was für grandiose Natur wir tatsächlich gefahren sind. Mittlerweile war der Dschungel in Nebel gehüllt, was die Ausblicke noch spektakulärer machte. Auch der Sonnenuntergang in den Bergen ist wahrlich phänomenal. Es hat aber auch einen Vorteil, dass sich der Abenteurer erst aufs Fahren und später auf die Natur konzentrieren kann, sonst würde es einem wohl schnell wie einem der 21 Fahrradtoten gehen.

Fazit zur Death Road:

Geil geil geil! Auf jeden Fall machen! Die 63 km Abfahrt gehört zwar zu den Haupttouristenattraktion in Bolivien, lohnt sich trotzdem allemal.

 Praktische Death Road-Tipps

Wahl der Agentur für die Death Road:

Ich kann absolut Barracuda weiterempfehlen. Die Guides waren super und haben gute Instruktionen gegeben. Wenn man so einige andere Gruppen gesehen hat, wundern einen die 21 Toten nicht unbedingt. Die Fahrräder und Ausrüstung waren hochwertig. Der andere große und wohl bekannteste Anbieter ist Gravity, der jedoch um Einiges teurer ist.

Die richtige Kleidung:

Hier macht das Zwiebelprinzip Sinn. Da du viele Klimazonen durchfährst, wird es stetig wärmer. Deswegen solltest du die Möglichkeit haben, eine Schicht mehr auszuziehen. Von den Anbietern bekommst du in der Regel Hosen und Jacken, die insbesondere am Anfang gegen Dreck und die Kälte schützen. Irgendwann werden diese aber zu warm.

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