Zwei Wochen hatte ich Zeit Costa Rica zu erkunden. 90 Prozent dieser Zeit habe ich dann einfach in Santa Teresa verbracht. Warum? Es ist schwer zu beschreiben, aber der Ort strahlt eine unglaubliche Ruhe aus und hat mich gefesselt.

Auch wenn sich der Ort über mehrere Kilometer erstreckt besteht er doch nur aus einer einzigen Hauptstraße. Parallel zum gerade einmal hundert Meter entfernen Strand findest du so aneinandergereihte Restaurants, Hotels, Hostels, Supermärkte, Butiken, Surfshops, Yogastudios und vereinzelt auch Reiseagenturen. Klingt im ersten Moment vielleicht nicht so romantisch. Aber hast du das mit den hundert Metern zum Strand gelesen? Über die komplette Strecke erstreckt sich ein perfekter Sandstrand aufgeteilt in mehrere Buchten. Das Beste aber ist, dass der Strand absolut nicht zugebaut ist. Nur selten erblickt man vom Wasser aus Häuser, die entweder zu einer Beach Bar oder einer Unterkunft gehören. Ich fühlte mich aber eigentlich immer wie an einem paradiesisch perfekten Strand. Die Menschenmassen halten sich auch wirklich in Grenzen, beziehungsweise es gibt einfach keine Massen. Nichts mit Handtuch an Handtuch. Hier kommt eher das Problem auf, dass sich ein anderes Handtuch auf fünfhundert Meter nähert. Lediglich am Wochenende strömen auch die Locals aus der Stadt mit der kompletten Großfamilie vermehrt an den Strand.

Ein Sturm zieht auf

Wie verlief hier mein typischer Tag?

1. Meistens ging es morgens etwas früher raus zum Surfen

2. Danach gab es ein richtig geiles Frühstück im Hostel mit selbstgemachten Smoothies

3. Chillen. Entweder im Hostel oder am Strand mit einem schönen Buch

4. Eine Runde Yoga im Casa Zen

5. Abendessen selber machen mit der Gang im Hostel

6. Diverse Verdauungsbierchen

Aktivitäten in Santa Teresa

Nach meiner Abfahrt hab ich mich gefragt, was ich eigentlich so gemacht hab in Santa Teresa. Es waren ja echt 12 Tage: Eigentlich nicht viel. Die Zeit hat dort einfach einen anderen Rhythmus. Ich hab es endlich mal geschafft surfen zu lernen. Es gibt ein paar super Wellen für Anfänger. Jedoch fehlen dann die etwas besseren Wellen, um sich weiterzuentwickeln. In die 4 Meter Wellen hab ich mich dann doch noch nicht getraut. Dementsprechend ist es ein Paradies für den Fortgeschrittenen Surfer und den Anfänger wie mich.

Yoga ist eine weitere Beschäftigung in Santa Teresa für Körper und Seele. Hier kann ich das Casa Zen empfehlen. Hier gibt es immer drei Yoga Sessions am Tag (Wird auch als Unterkunft online empfohlen). Auf einer Terrasse umgeben von Palmen und dem Meeresrauschen kannst du dich so ganz auf dich und deine Atmung konzentrieren.

Viel Zeit habe ich mit Büchern am Strand und in der Hostel-Hängematte verbracht und abends haben wir immer grandios gekocht. Das Preisniveau in Costa Rica ist leider ziemlich hoch. Unter 6 $ bekommst du eigentlich kein Gericht in in einem Restaurant in Santa Teresa, in der Regel zahlt man aber so ab 10 $ aufwärts. Das habe ich mir dementsprechend eher selten gegönnt. Also wurde sehr häufig der Kochlöffel geschwungen und der Mixer beim Smoothiemixen ausgereizt. Die beiden wirklich günstigen Sachen dort waren Bananen (0,05 €) und Mangos (0,8 €/kg). Davon kann ich mich auch ziemlich gut ernähren. Mein Lieblingsshake besteht aus Bananen Milch und ein paar Oreo Cookies. Jummy.

„Freunde dich im Hostel mit einem Koch an und koche „mit“ ihm.“ – Nicos Reisetipp

Genau das ist nämlich passiert und einer meiner neuen Freunde von dort ist Koch. Dementsprechend war auch das selbstgemachte Essen nicht von schlechten Eltern.

Das hat wohl auch einen großen Teil der Santa Teresa Magie ausgemacht. Die Leute. Wir haben echt eine super coole Gruppe gehabt und konnten so alles doppelt genießen.

Bis bald Santa Teresa, ich glaube ich werde dich bald mal wieder sehen.

Praktische Tipps

 Fahrt von San Jose nach Santa Teresa

Insgesamt gibt diverse Optionen, um von San Jose nach Santa Teresa zu kommen.

1. Öffentlicher Bus
2. Privater Transport
3. Flug

1. Öffentlicher Bus nach Santa Teresa

Vom San Jose Flughafen in die Innenstadt

Am Flughafen in San Jose angekommen musst du zunächst in die Innenstadt kommen. Neben den recht teuren Taxis kannst du aber auch ganz einfach den öffentlichen Bus bis ins Zentrum nehmen. Verlässt du das Flughafengebäude musst du einmal ein graues Parkhaus umrunden und dort findest du die Bushaltestelle. Es halten mehrere Busse, am besten einfach fragen, welcher ins Zentrum fährt. Generell wird in Costa Rica viel Englisch gesprochen, sodass du dich nicht nur auf dein Spanisch verlassen musst. Mit dem Bus kannst du dann bis zur Endhaltestelle fahren. Kostenpunkt ca. 600 Colones (1 €). Von dort kannst du ein Taxi zum Terminal San Carlos nehmen für ca. 1500 Colones (2,5€).

Der Bus nach Santa Teresa

Vom Terminal San Carlos fahren die Busse zweimal am Tag ab: um 06.00 und 14.00 Uhr. Die Fahrt kostet auch nur ca. 6500 Colones (11€). Zunächst fährst du etwa 2 1/2 Stunden zur Fähre. Dort musst du den Bus verlassen und noch ein Einzelticket für 810 Colones kaufen (1,5 €). Das Gepäck kann aber im Bus bleiben. Die Fährfahrt dauert ca. 70 Minuten und wenn du den 14:00 Uhr Bus nimmst fährst du auch schön mit Sonnenuntergangsstimmung. Nun hast du noch eine ca. 1 1/2 stündige Busfahrt vor dir. In Santa Teresa lässt der Fahrer einen auch am gewünschten Hostel raus. Santa Teresa ist auch super langgezogen, von daher kann ich wirklich empfehlen sich vorher schon eine Unterkunft rauszusuchen. Ich kann das Casa del Mar absolut empfehlen.

2. Privater Shuttle nach Santa Teresa

Neben dem Bus bieten auch diverse Firmen private Shuttles direkt nach Santa Teresa an. Jedoch zahlt man auch hier 50$ für den 4-5 Stunden Trip. Ein Anbieter ist z.B. Interbus. Diese Shuttelbusse holen dich auch häufig direkt vom Flughafen ab.

3. Flug

Die einfachste Verbindung ist natürlich der Flug. Jedoch ist der auch entsprechend teuer mit ca. 80 € Dazu kommt dann noch ein Shuttle (50$) nach Santa Teresa vom Flughafen in Tambor. Die Fluggesellschaften SANSA und Nature Air fliegen diese Strecke.

Unterkunft in Santa Teresa

Ich kann das Casa del Mar absolut empfehlen. Super schönes Hostel mit guter Küche draußen (überdacht), Hängematten und einer entspannten Atmosphäre. Da sie auch keine Onlinepräsenz haben musst du einfach vorbeischauen, was auch den Vorteil hat, dass es nie überfüllt ist. Das angegliederte Restaurant ist auch der Hammer. Es entspricht aber dem hohen Preisniveau vor Ort, deshalb habe ich es nicht so häufig genutzt. 12$ hat das Dorm gekostet, ein privates Zimmer bieten sie auch an.

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